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| Die Kinder erleben: "ich bin stärker, als ich dachte!" |
| Zielgruppe: | Mädchen und Jungen von 6 - 8 Jahren (ab 9 Jahre wählen Sie bitte
Mädchenkurse oder Jungenkurse) Wahlweise können für diese Altersstufe auch reine Mädchen- oder Jungenkurse durchgeführt werden |
| Kursorganisation: | - maximal 30 KursteilnehmerInnen - 21 Stunden à 60 Minuten - die Sicher-Stark-Kurse werden in 5 Blockveranstaltungen (4x4 und 1x5 Stunden) durchgeführt |
| Kursleitung: | - gemischtgeschlechtliches Trainerteam |
Jedes Kind kann Opfer von Gewaltstraftätern werden. Einen absoluten Schutz vor Gewaltverbrechen und sexuellem Missbrauch gibt es nicht, aber es gibt Prinzipien, die helfen und die man lernen kann. Mutige, starke und selbstbewusste Kinder sind am wirksamsten vor Gewalttaten geschützt. Erfahrungsgemäß sprechen Täter ängstliche oder unsicher wirkende Kinder bevorzugt an. Denn Täter suchen Opfer, wo sie glauben, auf geringen Widerstand zu stoßen. Hier setzt das Sicher-Stark-Training an und schult das "gesunde Misstrauen" der Kinder und macht sie stark, NEIN zu sagen, wegzurennen oder Hilfe zu holen.
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| Neben ausgesuchten Selbstverteidigungstechniken bilden Rollenspiele und Übungen den Schwerpunkt der Kurse. |
In den Sicher-Stark-Trainings des Sicher-Stark-Teams lernen Jungen und Mädchen im Alter von 6-8 Jahren, wie sie sich in kritischen Situationen richtig verhalten sollen.
Jede der Kursstunden ist einem bestimmten Thema gewidmet. Angefangen vom einfachen "Blickkontakt halten" bis hin zu Übungen, die veranschaulichen, wie Körpersprache wirkt usw. So steigern die Kinder kontinuierlich ihr Selbstbewusstsein. Ergänzend zu den Rollenspielen werden auch Selbstverteidigungstechniken einstudiert.
Dass dieses Konzept selbst bei nur wenigen Kursstunden deutlich das Selbstbewusstsein der Kinder steigert, sehen Eltern an vielen kleinen Beispielen. So traut sich die bislang besonders schüchterne 8jährige Julia seit dem Sicher-Stark-Kurs, die ihr fremde Verkäuferin nach dem Preis der Bananen zu fragen; oder die 9jährige Katja, die sich zur völligen Verblüffung ihrer Mutter inzwischen traut, auch auf Anrufbeantwortern Nachrichten zu hinterlassen.
Auch Lehrerinnen und Lehrer berichten von verändertem Verhalten: zuvor sehr stille und zurückhaltende Kinder beteiligen sich nun aktiv am Unterricht und tragen mit ihren Wortbeiträgen positiv zum Unterricht bei.
Ein "Sexualstraftäter", der in Berlin innerhalb von nur 10 Tagen ca. 20 Mädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren sexuell missbraucht hat, hatte immer dasselbe Konzept: er spricht die Mädchen unter einem Vorwand an und bittet sie um Hilfe bei der Suche nach einem Fahrrad, einem Kinderwagen, dem Hausmeister oder er bittet die Mädchen, für ihn in einem Briefkasten nachzusehen, ob dort ein Schlüssel liege. In den Fällen, in denen die Opfer sich gewehrt oder laut um Hilfe gerufen haben, ließ er von ihnen ab und floh.
Lesen Sie auch, was die Presse über die Sicher-Stark-Kurse berichtet.
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| Wer darf mich berühren und wer nicht? |
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| Handpuppen sprechen und lehren in kindgerechter Sprache |
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| Durch einfaches Beißen können sich Kinder leicht befreien! |
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| Ein Kind wird auf der Straße angesprochen |
Die Kinder durchlaufen einen Gefahrenparcours, der ihrem jeweiligen Alters- und Wissensstand entspricht. Dabei begegnen sie geschulten Dummies, die sie ansprechen und überreden wollen. Die Kinder dürfen sich mit allen erlernten Techniken und Methoden wehren. Das Verhalten der Kinder wird per Video aufgezeichnet. Nicht nur "der Fremdtäter" wird in den Schulungen berücksichtigt, sondern auch das nahe Umfeld, in dem laut Statistik die meisten Übergriffe passieren und auch Missbrauch stattfindet.
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| Die Kinder schauen gebannt auf´s Video, wie sie sich verhalten haben! |
Das Verhalten der Kinder auf dem Gefahrenparcours wird anhand der Videoaufzeichnung analysiert und reflektiert. Dadurch entsteht ein erweiterter Lerneffekt für die Kinder: sie sehen durch das "Objektive Auge der Kamera", wie sie sich tatsächlich verhalten haben und können das eigene Verhalten mit dem der anderen Kinder vergleichen.
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| In gemeinsamen Gesprächsrunden werden die Fragen der Kinder geklärt |
Auf Wunsch findet ein Elternabend statt. Hier wird den Eltern in praxisbezogenen Vorträgen vermittelt, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Kinder wirkungsvoll vor Gewalttaten zu schützen. Der Elternabend informiert nicht nur über typische Merkmale des Täter-/Opferprofils, sondern auch über die zahlreichen präventiven Möglichkeiten, die den Eltern bei Einhaltung durch entsprechende Erziehungsregeln zur Verfügung stehen. Dies fängt bereits damit an, dass Kindern von klein auf zugestanden werden muss, nein sagen zu dürfen. Am Beispiel täglich vorkommender Situationen erörtert das Team gemeinsam mit den Eltern, wo Erwachsene ein NEIN akzeptieren müssen und wo nicht. Die Eltern erfahren: die Vorbeugung von Gewalt beginnt bei einer Erziehung, die die Kinder darin fördert und unterstützt, selbstbewusste und starke Kinder zu werden, die ihre Gefühle ernstnehmen, ihre Bedürfnisse ausdrücken und auch für ihre Grenzen eintreten können.
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